
Auf einem Werbedisplay in der Taipei Mall sieht die junge Ärztin Novana ihre Mutter wieder, die taiwanische Künstlerin March. 18 Jahre ist es her, dass March sie ohne Erklärung in Deutschland zurückließ. Alles, was Novanas Leben zuletzt bestimmt hat, verblasst angesichts des Wiedersehens: ihr Wunsch nach einem Neuanfang, der sie aus Köln weggehen ließ. Der Alltag auf der Neugeborenenstation in Taipei. Die Nächte, in denen sie schlaflos durch die Megastadt streift. Dann lernt Novana Sihan kennen und etwas, das verloren schien, kehrt in ihr Leben zurück: die Möglichkeit von Nähe. In glasklarer Sprache erzählt Leh-Wei Liao von Fragilität, Resilienz und der unerwarteten Kraft einer neuen Liebe.
»›Glaszeit‹ ist ein absolutes Ausnahmedebüt, das einen von der ersten Seite an in seinen Bann zieht und nicht mehr loslässt: Überlebensgroß, auf einem Werbedisplay in einer unterirdischen Mall in Taipei sieht die junge Ärztin Novana ihre Mutter zum ersten Mal wieder. Vor achtzehn Jahren hatte sie, eine weltweit erfolgreiche taiwanische Künstlerin, Novana in Deutschland zurückgelassen. Was nun beginnt ist eine poetische Erzählung, die eine Mutter-Tochter-Geschichte geschickt verbindet mit einem Psychogramm der deutschen und der taiwanischen Gegenwart, und es schafft, auch einer unsicheren Zukunft gegenüber zugewandt zu bleiben.«
Die Jury
Die Jury 2026
2026 stellen sich erneut Andreas Platthaus (verantwortlicher Redakteur für Literatur und literarisches Leben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung) und Marie Schoeß (Autorin und Moderatorin beim Bayerischen Rundfunk) der Herausforderung, live auf der Bühen der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz über das beste Sachbuch und den besten Roman des Jahres zu diskutieren. Neu in der Runde ist Maja Beckers (Redakteurin im Feuilleton der ZEIT, zuständig für Literatur und Sachbuch). Andreas Platthaus übernimmt in diesem Jahr den Jury-Vorsitz.


















































