
Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre Vergangenheit aktiv verschweigt und zugleich zum Zufluchtsort für diejenigen wird, die hier Geborgenheit suchen. Der Roman führt uns durch die Jahre und die Köpfe derer, die das Dorf prägten: von jüdischen Familien, die alles verloren, über NS-Profiteure, die sich als unschuldige Mitläufer neu erfanden, bis hin zu den Familien Sharifi und Karimpour, die Jahrzehnte später aus dem Iran flüchten.
»Dieser Roman ist eine Provinzgeschichte mit Weltgeltung: das Epos einer deutschen Kleinstadt vom Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Und damit auch die Geschichte der Ausgrenzung einzelner Bewohnergruppen, die Shida Bazyar als Angehörige einer Migrantenfamilie selbst kennengelernt hat und nun in ihren Mechanismen beschreibt. Stets individuell motiviert, erzählt ›Die Lücken‹ doch eine Kollektivgeschichte – mit dem Ziel, den Romantitel zu korrigieren, indem Lücken der Wahrnehmung geschlossen werden.«
Die Jury
Die Jury 2026
2026 stellen sich erneut Andreas Platthaus (verantwortlicher Redakteur für Literatur und literarisches Leben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung) und Marie Schoeß (Autorin und Moderatorin beim Bayerischen Rundfunk) der Herausforderung, live auf der Bühen der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz über das beste Sachbuch und den besten Roman des Jahres zu diskutieren. Neu in der Runde ist Maja Beckers (Redakteurin im Feuilleton der ZEIT, zuständig für Literatur und Sachbuch). Andreas Platthaus übernimmt in diesem Jahr den Jury-Vorsitz.


















































