Emine Sevgi Özdamar: Preisträgerin in der Kategorie Belletristik 2021

Die Preisträger*innen 2021: Helge Hesse (Kategorie Sachbuch), Emine Sevgi Özdamar (Kategorie Belletristik) und Ehrenpreisträger Frank Schätzing

Bayerischer Buchpreis 2021: Philipp Sarasin, Helge Hesse, Katajun Amirpur, Ehrenpreisträger Frank Schätzing, Jovana Reisinger, Emine Sevgi Özdamar, Jenny Erpenbeck (v.l.n.r.)

Bayerischer Buchpreis 2021: Klaus Füreder, Vorsitzender des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels - Landesverband Bayern e.V.

Bayerischer Buchpreis 2021: Knut Cordsen, Sonja Zekri, Reiner Moritz (v.l.)

Bayerischer Buchpreis 2021: Jury-Vorsitzende Sonja Zekri

Bayerischer Buchpreis 2021: Jury-Mitglied Knut Cordsen

Bayerischer Buchpreis 2021: Jury-Mitglied Rainer Moritz

Bayerischer Buchpreis – Kategorie Belletristik

Mit einer der vier Auszeichnungen beim Bayerischen Buchpreis wird die beste Neuerscheinung des Jahres in der Kategorie Belletristik prämiert. Wer den Preis bekommt, entscheidet die dreiköpfige Jury live, vor geladenem Publikum und in Anwesenheit der nominierten Autorinnen und Autoren auf der Bühne in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz. Der Entscheidung geht eine 30-minütige, spannende Jury-Diskussion über die drei nominierten Romane voraus.

Der Bayerische Buchpreis ist in der Kategorie Belletristik mit 10.000€ dotiert. Die Preisträger*innen erhalten zudem eine Preisfigur aus Nymphenburger Porzellan in Form eines Löwen.

Kairos | Jenny Erpenbeck

Jenny Erpenbeck

Kairos

Penguin
384 Seiten; 22,00 Euro
Leseprobe

Ein Lebenslauf der Liebe vor dem Hintergrund der verschwindenden DDR. Die neunzehnjährige Katharina und Hans, ein verheirateter Mann Mitte fünfzig, begegnen sich Ende der achtziger Jahre in Ostberlin, zufällig, und kommen für die nächsten Jahre nicht voneinander los. 

Vor dem Hintergrund der untergehenden DDR und des Umbruchs nach 1989 erzählt Jenny Erpenbeck in ihrer unverwechselbaren Sprache von den Abgründen des Glücks – vom Weg zweier Liebender im Grenzgebiet zwischen Wahrheit und Lüge, von Obsession und Gewalt, Hass und Hoffnung. Alles in ihrem Leben verwandelt sich noch in derselben Sekunde, in der es geschieht, in etwas Verlorenes. Die Grenze ist immer nur ein Augenblick.  

»Eine Liebe, die es nicht geben darf, zwischen einer 19-jährigen Schriftsetzerin und einem 34 Jahre älteren Schriftsteller. Jenny Erpenbeck erzählt raffiniert von einer Amour fou, die zu einem Machtkampf wird. Und von fünf Ost-Berliner Jahren, 1986 bis 1991, in denen ein Land untergeht und ein neues entstehen soll. Ein faszinierender Roman über die Schwierigkeit, richtige Entscheidungen zu treffen
Rainer Moritz

Jenny Erpenbeck

Jenny Erpenbeck, geboren 1967 in Ost-Berlin, debütierte 1999 mit der Novelle »Geschichte vom alten Kind«. Es folgten zahlreiche Veröffentlichungen, darunter Romane, Erzählungen und Theaterstücke. Ihr Roman »Aller Tage Abend« wurde von Lesern und Kritikern gleichermaßen gefeiert und vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Joseph-Breitbach-Preis und dem Independent Foreign Fiction Prize. Für »Gehen, ging, gegangen« erhielt sie u. a. den Thomas-Mann-Preis. 2017 gewann Jenny Erpenbeck den Premio Strega Europeo und wurde mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.