
Andreas Dorschel
Die Welt verändern
Zur Poetik des Manifests
Vittorio Klostermann
276 Seiten, 28 Euro
Leseprobe (pdf)
Was könnte es bedeuten, die Welt zu verändern? Eignet sich »die Welt« überhaupt als Objekt eines Willens zur Veränderung? Aktuell gängige Redeweisen bieten keine Antworten auf diese Fragen: Sie haben die Wendung »die Welt verändern« zur Floskel ausgehöhlt. Eine oder vielmehr die Art von Äußerung, die mit dem Verändern der Welt Ernst machen und so der Wendung bestimmten Sinn verleihen will, entdeckt Andreas Dorschel im Manifest – vier Fallstudien gelten dem Kommunistischen sowie einem antikolonialen, einem feministischen und einem ökologischen Manifest. Ungeachtet all ihrer Wucht können diese Texte Zweifel, ob »die Welt« zum Objekt eines Willens zur Veränderung taugt, nicht ausräumen.
»Die Welt verändern – diese Formel findet sich überall, in Popsongs, auf Wahlplakaten, auf Buchtiteln. Aber was heißt das eigentlich? Der Philosoph Andreas Dorschel schaut sie sich genauer an, ausgehend von vier bestimmten Weltveränderern: Karl Marx, Gandhi, der New Yorker Feministin Shulamith Firestone und dem 2022 verstorbenen Soziologen Bruno Latour. Neben seinem leichtfüßigen Stil und feinen Witz ist es vor allem die Kombination dieser vier Namen, die dieses Buch so besonders machen, denn sie entfalten ein Panorama der Weltveränderung vom Sturm auf den Ist-Zustand bis zu eben genau dem Widerstand gegen diesen Sturm. Ein Glücksfall von einem wissenschaftlichen Sachbuch.«
Die Jury
Die Jury 2026
2026 stellen sich erneut Andreas Platthaus (verantwortlicher Redakteur für Literatur und literarisches Leben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung) und Marie Schoeß (Autorin und Moderatorin beim Bayerischen Rundfunk) der Herausforderung, live auf der Bühen der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz über das beste Sachbuch und den besten Roman des Jahres zu diskutieren. Neu in der Runde ist Maja Beckers (Redakteurin im Feuilleton der ZEIT, zuständig für Literatur und Sachbuch). Andreas Platthaus übernimmt in diesem Jahr den Jury-Vorsitz.


















































