
Susanne Heim
Die Abschottung der Welt
Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen 1933-1945
Verlag C.H. Bec
Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung
384 Seiten, 34 Euro
Leseprobe (pdf)
»Deutschland muss ihnen ein Land ohne Zukunft sein«: Nach dieser Devise wurden Juden in Deutschland bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs entrechtet, enteignet und gedemütigt, um sie außer Landes zu treiben. Doch wohin? Susanne Heim hat erstmals systematisch untersucht, welche perfi den Barrieren die freien Länder der Welt gegen die Flüchtlinge errichteten. Ihr anschaulich erzähltes Buch führt eindringlich vor Augen, warum nur so wenigen Juden die Flucht gelang – bis der NS-Staat die Emigration verbot und den Massenmord organisierte.
»Susanne Heims geschichtswissenschaftliche Studie betritt Neuland, und sie hat größten Aktualitätsanspruch. Was europäische Juden, die aus dem nationalsozialistischen Einflussbereich fliehen wollten, damals vorfanden, das erleben Migranten weltweit auch heute: verschlossene Grenzen, fehlende Aufnahmebereitschaft. Heim beschreibt die Fluchtbewegungen, die weit mehr Ziele betrafen, als bislang allgemein bekannt, erzählerisch so brillant, wie man es sich für Forschungsarbeiten nur wünschen kann.«
Die Jury
Die Jury 2026
2026 stellen sich erneut Andreas Platthaus (verantwortlicher Redakteur für Literatur und literarisches Leben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung) und Marie Schoeß (Autorin und Moderatorin beim Bayerischen Rundfunk) der Herausforderung, live auf der Bühen der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz über das beste Sachbuch und den besten Roman des Jahres zu diskutieren. Neu in der Runde ist Maja Beckers (Redakteurin im Feuilleton der ZEIT, zuständig für Literatur und Sachbuch). Andreas Platthaus übernimmt in diesem Jahr den Jury-Vorsitz.


















































