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Bayerischer Buchpreis 2020

Nominierte Sachbuch

Demokratie. Eine deutsche Affäre

Hedwig Richter

Über das Buch

Dass alle Menschen – wirklich alle! – unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe und sozialer Stellung gleich sein sollen, galt die längste Zeit als absurd. Die Historikerin Hedwig Richter erzählt, wie diese revolutionäre Idee aufkam, allmählich Wurzeln schlug, auch in Deutschland, und gerade hier so radikal verworfen und so selbstverständlich wieder zur Norm wurde wie nirgends sonst. Sie schildert die Geschichte der Demokratie als eine Chronologie von Fehlern, Zufällen und Lernprozessen, in deren Zentrum der Zivilisationsbruch des Holocaust steckt. Ihr Buch konzentriert sich auf Deutschland, weil gerade an der deutschen Affäre mit der Demokratie deutlich wird, wie international verflochten die Wege zu Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit sind.

»Demokratie ist anstrengend, ein fortlaufendes ›Lern- und Selbsterziehungsprojekt‹. Es lebt von der Skandalisierung von Missständen, nicht zuletzt dem, dass es Frauen jahrhundertelang ausgeschlossen hat. Hedwig Richters so kluge wie nüchterne Erzählung der Geschichte deutscher Demokratie ist ein unverzichtbares Buch.«

Knut Cordsen


Bibliographie

Hedwig Richter
Demokratie. Eine deutsche Affäre

C.H.Beck
400 Seiten; 26,95 Euro

>>> Leseprobe pdf


©Florian Hammerl

Hedwig Richter

Hedwig Richter ist Professorin für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität der Bundeswehr München. Zuvor hat sie am Hamburger Institut für Sozialforschung über Demokratie und Staatlichkeit geforscht. Sie studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie an den Uni-versitäten Heidelberg, Queen’s University Belfast und der Freien Universität Berlin. 2008 wurde sie an der Universität zu Köln promoviert und 2016 an der Universität Greifswald habilitiert. Für ihre Forschung wurde sie mit dem Preis der Demokratie-Stiftung ausgezeichnet. Ihre Themen vermittelt sie einem breiten Publikum regelmäßig in großen Zeitungen und im Rundfunk.