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Bayerischer Buchpreis 2020

Nominierte Belletristik

Die Unschärfe der Welt

Iris Wolff

Über das Buch

Vor dem Hintergrund des zusammenbrechenden Ostblocks erzählt Iris Wolff die Lebenswege von sieben Personen aus vier Generationen. Bindeglied ist Samuel, der Ende der 60er Jahre in einem Banater Dorf aufwächst. Am Anfang macht sich seine hochschwangere Mutter mit einem Schlittenwagen auf den Weg ins nächste Krankenhaus. Am Schluss erlebt seine Tochter in Baden-Württemberg ihre ersten Liebeswirren. Dazwischen liegen Flucht, Rückkehr in die Heimat und erneuter Aufbruch. Jede Perspektive bietet einen neuen Blick auf Samuel. Ein Roman über Familie und Freundschaft, der Verlust und Neuanfang immer wieder miteinander in Beziehung setzt.

»Was macht Gewaltherrschaft mit uns? Welche Möglichkeiten hat der Einzelne, sich zu behaupten? Davon erzählt Iris Wolff mit hoher Intensität. Im Siebenbürgen des frühen 20. Jahrhunderts einsetzend, fächert sie das Schicksal mehrerer Generationen auf und schafft in unnachahmlichem Ton einen Kosmos voller Poesie.«

Rainer Moritz


Bibliographie

Iris Wolff
Die Unschärfe der Welt

Klett-Cotta

215 Seiten, 20 Euro

>>> Leseprobe


©Annette Hauschild

Iris Wolff

Iris Wolff, geboren 1977 in Hermannstadt, Siebenbürgen. Für ihre Romane wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ernst-Habermann-Preis, dem Literatur-preis ALPHA und dem Otto-Stoessl-Preis. 2019 erhielt sie außerdem den Thaddäus-Troll-Preis, war für den Alfred-Döblin-Preis nominiert und wurde mit dem Marieluise-Fleißer-Preis für ihr Gesamtwerk geehrt. Zuletzt erschien 2017 der Roman »So tun, als ob es regnet«. Iris Wolff ist Mitglied im internationalen Exil-PEN. Sie lebt in Freiburg im Breisgau.